Philosophy Lexicon of Arguments

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Cavell, Stanley
 
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Kripke’s Wittgenstein I 216
Kripke s Wittgenstein: nothing can be meant, because no rule and no presence controls the meaning of words - there is no fact, due to which a word means something - Solution: Implementation of socially controlled assertibility conditions.

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I 216
Kripkes Wittgenstein/Cavell: skeptisches Paradox: nichts, keine Regel, keine Gegenwart kann die Bedeutung meiner Worte kontrollieren. Das ist das Ende der Möglichkeit, überhaupt etwas zu meinen.
Lösung: Einführung sozial sanktionierter Behauptbarkeitsbedingungen.
Kripke: Hauptpunkt: die Abwesenheit bedeutungsvermittelnder Tatsachen.
CavellVsKripke: 1. wahrscheinlich hat Wittgenstein selbst das Paradox nicht so gesehen. Er würde auch nicht nach solchen Tatsachen verlangen, die die Bedeutung garantieren, und die stabiler sein sollten als unsere Praxis.
I 217
CavellVsKripke: 2. Kripke geht unbemerkt von "geneigt sein" zu "berechtigt sein" über:
Wittgenstein: "habe ich die Begründung erschöpft, bin ich geneigt, zu sagen.."
Kripke scheint (anders als Wittgenstein) zu glauben, Übereinstimmung sei etwas wie ein Vertrag.
I 218
Seine Lösung ist skeptischer als das Problem, das sie lösen soll.
I 220
Kripkes Wittgenstein/Cavell: für Kripke sind Regeln grundlegender als Kriterien für Wittgensteins Skepsis gegenüber Bedeutungen.
CavellVsKripke: dabei bleibt das Problem des Gewöhnlichen unterbelichtet.
I 221
Für mich sind umgekehrt die Regeln den Kriterien untergeordnet.
I 233
Kripkes Wittgenstein/CavellVsKripke: Lösung: es geht darum, ob der Neuling das, was Emerson Konformismus nennt akzeptiert, oder nicht. Es geht um die permanente Krise einer Gesellschaft, die von sich selbst glaubt, auf Konsens zu beruhen.
Wenn das Kind als verrückt ausgegrenzt wird, zeugt das sowohl die Macht einer Gesellschaft, als auch ihre Ohnmacht.
I 243
Kripkes Wittgenstein/ CavellVsKripke: ich glaube nicht, dass seine Lektüre falsch ist, ich zweifle nur an ihrer Notwendigkeit. Wenn es so ist, muss das Problem neu entworfen werden. +..

Cav I
St. Cavell
Die Unheimlichkeit des Gewöhnlichen Frankfurt 2002


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-03-28