Philosophy Lexicon of Arguments

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Chalmers, David
 
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David Chalmers
Reduction I 43
Reduktion/Erklärung/Chalmers: eine reduktive Erklärung eines Phänomens impliziert nicht die Reduktion dieses Phänomens auf etwas anders.
Erklärung: bedeutet nicht Identifikation mit etwas anderem, insbesondere nicht mit etwas auf einer niedrigeren Ebene. (FN 20 /Kap 2).
Reduktion: sollte auch nicht mit Reduktion in Richtung auf eine höherstufige Theorie gleichgesetzt werden. Manchmal gibt es eine solche Theorie gar nicht.
I 46
Bewusstsein/Erklärung/Reduktion/Chalmers: wir brauchen so etwas wie ein Kognitives Modell, d.h. ein Modell der abstrakten kausalen Organisation, ohne dass wir die physikochemischen Substrate spezifizieren müssten.
Das geht sehr gut für psychologische Aspekte, nicht aber für die phänomenale Seite.
I 47
Erklärungslücke: gibt es also zwischen der psychologischen und der ph#nomenalen Seite des Bewusstseins (Levine 1983).
I 48
Reduktive Erklärung: ist immer möglich, wenn das zu Erklärende (z.B. das natürliche Phänomen) global logisch superveniert auf dem Erklärenden (z.B. dem Physikalischen). Wenn die Supervenienz nicht global ist, bleibt immer die Frage: warum ist dieser Prozess begleitet von diesem Phänomen?
I 49
Reduktion: beseitigt nicht immer ein „Mysterium“ auf der resultierenden Ebene, eliminiert aber vielleicht die Annahme, es müsse noch etwas Zusätzliches geben, das vorgeht.
I 50
Bewusstsein/Chalmers: hier schlägt logische Supervenienz bei der Erklärung fehl.
I 104
Reduktion/Bewusstsein/Chalmers: aus den Argumenten der Vertauschten Spektren, des Fledermaus-Beispiels, der Farbenforscherin Mary folgt noch nicht zwingend, dass es keine reduktive Erklärung des Bewusstseins gibt. (Das wäre gleichbedeutend damit, dass Bewusstsein nicht logisch auf physikalischen Tatsachen superveniert).
Analyse/Analysierbarkeit/Bewusstsein/Chalmers: ein letztes Argument für die Irreduzibilität ist, dass keine Analyse des Bewusstseins aus physikalischen Tatsachen heraus verfügbar ist.
I 105
Problem: Argumente, die sich auf bessere Unterscheidungen oder bessere Information in der Zukunft berufen, müssen scheitern. Sie haben wiederum nicht das, worauf es ankommt, das bewusste erleben! Auch wenn bewusste Zustände gewisse kausale Rollen spielen können, sind sie nicht definiert durch ihre kausalen Rollen.
Man könnte z.B. Unterscheidungsfähigkeit auch ohne Bewusstsein erklären.


Cha I
D.Chalmers
The Conscious Mind Oxford New York 1996

Cha II
D. Chalmers
Constructing the World Oxford 2014


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-03-30