Philosophy Lexicon of Arguments

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Intention: the will to commit an act, as opposed to a random occurrence of such an event. See also motives, causation, will.
 
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Millikan, Ruth
 
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Intentions I 61
Intention/Grice/Millikan: es gibt ein Argument, dass sogar dem normalen Sprachgebrauch unendlich verschlungene Intentionen unterliegen. Bsp Imperativ. „Tue A!“:
Bsp Hörer: wenn der Hörer glaubte, dass der Sprecher das nicht intendiert, würde er A nicht tun. Daher, wenn der Hörer H mit Sprecher S übereinstimmt, muss er glauben, da S intendiert, dass H A tun soll.
Sprecher: wenn S erwartete, dass H glaubt, dass S gar nicht intendiert, dass er A tun soll, dann könnte er gar nicht rational intendieren, dass H A tun sollte.
MillikanVs: das Argument ist falsch. Es folgt nicht aus der Tatsache, dass eine Überzeugung P inkompatibel mit einer Handlung wäre, dass man dann, wenn man die Handlung ausführt, deswegen glauben müsste, dass nicht-P.
Bsp wenn ich glaubte, dass Jack the Ripper unter meinem Bett wäre, würde ich nicht hineinplumpsen und sofort einschlafen. Aber daraus, dass ich hineinplumpse und sofort einschlafe, folgt nicht, dass ich glaube, dass Jack nicht unterm Bett ist.
Lösung: es kann sein, dass ich nie von Jack The Ripper gehört habe.
Normalität//Millikan: daraus, dass in Normalen Fällen Übereinstimmung herrscht, kann ich nicht folgern, dass Übereinstimmung intendiert ist.
I 62
Aber dass ein Argument falsch ist zeigt nicht, dass seine Konklusion falsch ist!
Überzeugung/Millikan: wir müssen hier zwischen Haben und Gebrauchen unterscheiden.
Außerdem gibt es noch eine Unterscheidung zwischen dem
a) Haben von Überzeugungen und
b) Dem bloßen Haben von Eigenfunktionen bzw. Normalen Bedingungen für eine Handlung.
I 148
Intension/Millikan:
a) Def explizite Intension/Millikan: ein Ausdruck hat explizite Intension, wenn er wiederholt wird, nach einer Regel, die aus früheren Sätzen stammt, in denen der Ausdruck selbst nicht vorkam. Das hat oft die Form von bestimmten Kennzeichnungen. Bsp „der gegenwärtige Präsident der USA“.
b) Def implizite Intension/Millikan: korrespondiert mit Methoden, bei denen die Anwendung eines Terms direkt von Wahrnehmungsdaten abhängt. Aber sie sind keine Reizbedeutungen!
1. Wahrnehmung/Millikan: ist nicht passiv, sondern eine aktive Tätigkeit.
2. Implizite Intensionen: - anders als Reizbedeutungen – sind nicht Mengen von Reizmustern, die eine Äußerung hervorrufen, sondern implizite Intensionen sind bestimmte Fähigkeiten.
Bsp die Fähigkeit, einen Gegenstand durch einen Sinn allein zu identifizieren, z.B. durch den Geruch oder den Tastsinn. (>Beobachtung).
Intension/Sinn/Millikan: wenn das so ist, gibt es keinen Grund anzunehmen, dass Intensionen (implizit oder explizit) den Sinn festlegen.
Sinn: ist nämlich eine Frage der Abbildungsregeln,
Intension: eine Normale Methode der Wiederholung von Ausdrücken
I 149
wenn die Wiederholungsprogramme bei verschiedenen Leuten auch verschieden sein mögen.
Intension/Millikan: es ist unwahrscheinlich, dass es immer nur eine Intension (eine Wiederholungsmethode) für einen eindeutigen Term gibt.
Dennoch hätte der Term einen eindeutigen Fregeschen Sinn. Bsp ein Chemiker hat vielleicht verschiedene Methoden, eine Substanz zu ermitteln.
Sinn: damit er eindeutig ist, ist es auch nicht notwendig, dass die Intension (Methode der Wiederholung) unfehlbar ist. Bsp „Bills ältester Bruder“ ist für mich ein eindeutiger Sinn, obwohl ich nicht weiß, dass Bill noch einen älteren Bruder hat, als den, an den ich denke. Die Intension hilft mir dabei nicht.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-03-29