Philosophy Lexicon of Arguments

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Motion: spatial variation of one or more observed or not observed objects in time. Problems arising in connection with attribution or withdrawal of predicates. See also change, temporal identity, process, flux, vectors.
 
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Frith, Chris
 
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Motion I 187
Bewegung/Erkennen/Wahrnehmung/Leben/Frith: aus der Art, wie sich etwas bewegt, kann man erkennen, ob es ein Lebewesen oder z.B. ein Blatt ist.
Bsp rund 14 Lichtpunkte werden an den Gelenken eines Menschen befestigt. Dieser bewegt sich dann in einem dunklen Raum.
Pointe: wenn man nur einen einzelnen sich bewegenden Punkt betrachtet, erwächst nichts Sinnvolles aus der Bewegung. Auch wenn alle 14 Punkte sich nicht bewegen, erkennt man nichts Sinnvolles! Bei Bewegung erkennt man sofort etwas Sinnvolles. Man kann sogar sagen, ob die Figur glücklich oder Traurig ist. Bsp www.biomotionlab.ca/Demos/BMLwalker.html
Pointe: selbst Katzen lassen sich darauf trainieren, aus den Punkten eine Katze zu erkennen, und zu erkennen, wenn die Punkte zufällig angeordnet sind.
I 194
Bewegung/Interpretation/Ziel/Absicht/Frith: bei Bewegungen sind die internen Modelle die Ziele der Handlung.
Problem: Bewegungen sind mehrdeutig. Bsp ich kann zum Bäcker nebenan gehen oder nach Patagonien.
I 195
Bewegung/Interpretation: Bsp die Person mir gegenüber soll alles wiederholen, was ich tue. Ich hebe die linke Hand, sie hebt die rechte. Ist das ein Fehler?
Bsp ich nehme die rechte Hand und berühre mein linkes Ohr, sie nimmt die linke und berührt ihr linkes Ohr. Ist das ein Fehler?
Pointe: jetzt kommt der richtige Test: in der Mitte des Tischs ist ein großer rote Knopf. Ich beuge mich vor und berühre ihn mit der Stirn. Was der andere tut, hängt von meinen Händen ab: wenn ich gefesselte Hände habe, sie aber nicht, wird sie ihre Hände gebrauchen, wenn ich freie Hände habe, wird sie den Kopf benutzen.
I 197
Bewegung/Imitation/Interpretation/Frith: Bsp Versuchspersonen sollte die Arme rhythmisch auf und nieder bewegen, während sie eine andere Person beobachteten, die die Arme rhythmisch seitwärts bewegte.
Das zeigt, dass wir unbewusst dazu tendieren, andere zu imitieren.
Pointe: wenn die Person die sich seitwärts bewegte durch einen Roboter ersetzt wurde, kam es nicht zu der Imitation.
I 198
Bewegung/Handlung/Gehirn/Interpretation/Frith: These beim Roboter registriert das Gehirn nur Bewegungen, keine Handlungen.

Frith I
Chris Frith
Wie unser Gehirn die Welt erschafft Heidelberg 2013


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-03-29