Lexicon of Arguments

Philosophical and Scientific Issues in Dispute
 


[german]  

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The author or concept searched is found in the following 1 entries.
Disputed term/author/ism Author
Entry
Reference
Rationality Nozick
 
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Nagel I 196
Robert Nozick: evolution-theoretical explanation of human reason. (Naturalistized epistemology). Suggests a reversal of the Kantian depending on the facts of reason.   "Reason is a dependent variable which is formed by the facts".
Nagel I 199
NagelVsNozick: I must be able to believe that the evolutionary explanation is compatible with the proposition that I proceed according to the rules of logic, because they are right - and not only because I am biologically programmed to this behavior. (This also applies to mathematics).   The only form that rational thinking can take, is the insight into the validity of arguments based on what they say!

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994


N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991

The author or concept searched is found in the following 4 controversies.
Disputed term/author/ism Author Vs Author
Entry
Reference
Nozick, R. Nagel Vs Nozick, R.
 
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I 196
Robert Nozick: Thesis: Evolution theoretical explanation of human reason. (Naturalistic epistemology). Proposes a reversal of the Kantian dependency on the facts of reason. "Reason is a dependent variable which is shaped by the facts. Reason gives information about reality, because reality shapes reason, and because it selects what appears as "obvious"."
"The evolution theoretical explanation itself is something where we get by leveraging reason to support the evolution theory.
I 197
Therefore, this interpretation does not belong to the initial philosophy, but to our current scientific opinion." NagelVsNozick: that is no guarantee that the thing is true at all, or necessary. There could also have been a different adaptation to evolution. Nor is it a justification of reason. I.e. the whole thing is not circular.
I 199
NagelVsNozick: I must be able to believe that the evolutionary explanation is consistent with the proposition that I act upon the rules of logic, because they are right and not only because I'm biologically programmed to this behavior. (Also applies to mathematics).
I 200
The only form that can really assume rational thinking is to understand the validity of arguments based on what they say!
I 201
This is not to deny the importance of our thinking for survival. (Although there are a lot of species that have lived on happily without this capability).

VsRealism/Ethics/Nihilism: nihilism tries to portray it as a discovery that there are no objective values. Then all positive value statements must be false.
Only of people in the world it could be said that it is anything of importance to them.
III 64
NagelVsNihilism/Ethics: that is tempting from the objective point of view, but it is a misconception to presuppose that objective judgments can only be made from a distant point of view.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Nozick, R. Verschiedene Vs Nozick, R. I 378
Minimalstaat/Nozick: Rechte/Nozick: der Mensch hat das Recht auf Selbstzerstörung. Andere Personen sind unantastbar.
Steuern/Nozick: es gibt keinen abstrakten gesellschaftlichen Gesamtnutzen. Daher solle man Millionäre auch nicht besteuern.
I 379
Utilitarismus/Nozick/Rawls: beide lehnen alle utilitaristischen Überlegungen und Berechnungen ab! Leben: nur ein Geschöpf mit der Fähigkeit das eigene Leben planmäßig zu gestalten, kann ein sinnvolles Leben haben.
Eigentum: das Individuum ist sein eigenes Eigentum und nicht das eines anderen. Sonst könnte man ihm zum Beispiel die Nieren auf Verlangen entfernen. Begründung: er hätte sie nicht selbst erarbeitet.
Der freie Markt mit privatem Eigentumsrecht wird für eine effektive Nutzung der knappen Ressourcen sorgen und zu Erfindungsreichtum und neuem Denken ermuntern.
Das ist der Grund dafür, dass jene, denen weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, weil sie andere bereits belegt haben, nicht wirklich schlechter gestellt sind.
I 381
Bsp Angenommen, das Leben einer Person könnte nur gerettet werden, indem das Eigentumsrecht einer anderen Person, etwa über eine bestimmte Medizin, verletzt wird. Nozick: in gewissem Extremfällen kann sein Prinzip gelockert werden, dass das Eigentum anderer absolut unantastbar ist.
VsNozick: geht leider nirgends darauf ein, wie der moralische Status dieser Rechte fundiert ist. Frage: hat das Eigentumsrecht moralisch den gleichen Stellenwert wie das Recht auf Selbstbestimmung, so geht die Plausibilität der Ausgangsposition in Gefahr. Hat das zweite Vorrang vor dem ersten, so ist die Argumentation nicht schlüssig, weil die Unantastbarkeit des Eigentums eine notwendige Voraussetzung für die Ablehnung einer jeden Staatsform ist.
I 383
Verteilung/Nozick: es erfolgt ebensowenig eine Zuteilung oder Verteilung von Gütern, wie es eine Zuteilung von Ehepartnern in einer Gesellschaft gibt. Die gerechte Verteilung hängt deshalb von der Art und Weise ab, in der das Gut in die Hände des Besitzers gekommen ist, also von seiner Vorgeschichte.
(Die meisten anderen Theorien über Verteilungsgerechtigkeit beschäftigen sich allein mit dem Ergebnis der Verteilung bzw. dem Schlüssel: Bsp Rawls’ Unterschiedsprinzip).
Gerechtigkeit: a).ursprünglicher Erwerb: Aneignung von »herrenlosen« Gütern.
b) Übertragung von Besitztümern.
I 384
1. wer ein Besitztum in Einklang mit dem Grundsatz der gerechten Aneignung erwirbt, hat Anspruch auf dieses Besitztum. 2. Wer ein Besitztum in Einklang mit dem Grundsatz der gerechten Übertragung von jemand erwirbt, der Anspruch auf das Besitztum hat, hat Anspruch auf das Besitztum.
3. Ansprüche auf Besitztümer entstehen lediglich durch (wiederholte) Anwendungen der Regeln (1) und (2).
c) Berichtigung von Ungerechtigkeiten. Umgang mit Dieben, Betrügern und Gewalttätern.
Frage: wie können die Sünden der Vergangenheit wieder korrigiert werden? VsNozick: dieses komplizierte Problem handelt er auf weniger als anderthalb Seiten ab. Er sagt nur, dass dies ein wichtiges und kompliziertes Problem sei.
Verteilungsgerechtigkeit/Nozick: Unterschied: strukturierte (historische) Grundsätze/nicht strukturierte (nicht historische) Grundsätze.
I 384/385
»Natürliche Dimension«: Verteilung nach Leistung (historisch). historisch: nach Intelligenz oder Rasse. Bsp Basketballfans zahlen völlig überteuerte Preise um ihren Star zu sehen. Nozick: das muss als völlig gerecht angesehen werden, da es freiwillig geschieht. Der Anschein von Ungerechtigkeit entsteht nur dann, wenn man den einzelnen einerseits freies Verfügungsrecht über ihre Güter zugesteht, andererseits verlangt, dass die aus der Ausübung dieses Rechts resultierende Verteilung gemäß dem ursprünglichen strukturierten und ergebnisorientierten Verteilungsgrundsatz hätte erfolgen sollen
Nozick: eine Durchsetzung von ergebnisorientierten Grundsätzen oder eine strukturelle Verteilung ohne eine permanente Einmischung in das Leben der Menschen kann es nicht geben! Um eine bestimmte Struktur aufrecht zu erhalten, müsste der Staat sich immer wieder einmischen.
I 386
VsNozick: Frage: warum unterstellt er den Menschen im Zustand der ursprünglichen Verteilungsgerechtigkeit V1 die absolute Freiheit, mit ihrem Besitz nach eigenem Ermessen zu verfahren (überteuerte Baseballtickets zu kaufen)? Ein Recht, welches sie nach den Strukturtheorien auf deren Annahmen V1 angeblich basiert, ja gerade nicht besitzen! Widerspruch. Die Frage ist komplizierter als es scheint denn:
Güter/Nozick: werden von Nozick als eine Art Massen Eintritt zur gemeinsamen Verköstigung aller angesehen.
VsNozick: das ignoriert systematisch die Ansprüche der Arbeitenden aus ihrer eigenen Produktion. Nozick schenkt sich leider eine systematische Diskussion dieses Problems konkurrierender Ansprüche.




Nozick, R. Peacocke Vs Nozick, R.
 
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I 133
Way of Givenness/Object/Peacocke: I have separated the theory of the way of givenness of an object from the theory about the nature of objects. This is in contrast to the approach of Robert Nozick: Philosophical Explanations, 1981, p 87th
I 133/134
I/NozickVsPeacocke: Thesis: the I is designed and synthesized around the act of reflexive self-reference. This is the only way to explain why we when reflexively referring to ourselves, know that it is we ourselves who we refer to.
Declaration/Peacocke: Nozick refers here to the fact that an epistemic fact can only be explained by appealing to a certain approach to nature of this object, and not to the way of givenness how we perceive the object. Or how the subject is reflected upon.
Object/Intension/Explanation/Peacocke: Question: It is for every person
a) a conditional that they know or is it
b) a conditional which is only a consequence of its knowledge?
The first case would be:
a) I know: when I say "I", then the utterance of "I" refers to me
b) When I say "I", then: I know that the utterance of "I" refers to me
Peacocke: ad b): is not a real date that requires an explanation. It is not always true!
E.g. I am in the same room with my twin brother and for one of us the vocal cords do not work without both of us knowing for whom...
ad a): this seems to be based on two different beliefs:
I 135
1) the originator of the statement u of 'I' = myself 2) Every utterance of "I" refers to its originator.
Nozick/Problem: E.g. Oedipus: he knows:
The originator of the utterance u of "the murderer of Laius" = I
and he also knows:
Every utterance of "the murderer of Laius" refers to the murderer of Laius.
but he does not believe in the identity of "the murderer..." = I.
So he is not in the position to judge:
The originator of the utterance u of "the murderer of Laius" refers to me.
I/PeacockVsNozick: so we have the contrast between first person and third person cases without having a theory of the "synthesized self" (Nozick), if we can explain the availability and the content of the premises in the first-person case without this theory.
Nozick: what is it like for me to know that it was I who produced a particular statement?
Peacocke: but that involves two different interpretations:
1) What is it like to know that and not only to believe it? This is no more problematic than the question whether it was I who blew out the candle.
2) What is the content of the thought: "I have made this statement"?
I 136
This is again about evidence*: that "the person with such and such states" made the statement. Nozick: it is not sufficient that I know a token of the utterance "I made this statement" and speak German!
Peacocke: it can be compared with the time problem:
The time of the utterance of u "now" = now
Every utterance of "now" refers to the time of the utterance
PeacockeVsNozick: it does not seem that we need a theory of time, as "synthesized around acts of reference" in any (every?) language.
Nozick's theory cannot explain what it claims to be explaining: because a his subject matter concerns that which can be known, while his theory is not a theory of ways of givenness.
We cannot simply think of any object without thinking about it a certain way.
Nozick's synthesized selves are simply construed as objects, though.
Peacocke: can we reformulate Nozick's theory as approach to ways of givenness?
Is "the originator of this statement" to be thought somehow in a first person way? (reflexive self-reference).
1) What is this act like in a complex way of givenness. It cannot be perceptual. Because that could be an informative (!) self-identification ((s) empirically, after confusion with the twin brother, and then not necessarily). Instead:
Action-based: "the act, which was brought about by the attempt to speak". That is not informative indeed.
But that brings Nozick's theory close to our theory of the constitutive role.
I 137
Because such attempts are among the conscious states of the subject.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Nozick, R. Brendel Vs Nozick, R.
 
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I 251
Wissen/Nozick/Brendel: These zwei zusätzliche Bedingungen: Kontrafaktische Konditionale (KoKo) zum Ausschluß zufällig wahrer Überzeugungen.
1. Wäre p falsch, würde das Subjekt nicht glauben, dass p
I 252
2. wäre p wahr, würde das Subjekt auch glauben, dass p. Brendel: das bezieht sich auf irreale Situationen, die der realen Situation „am nächsten“ sind.
Bsp Wenn alles in meiner Umgebung so aussähe wie es aussieht, würde ich nicht glauben, dass ich dort bin, wenn ich nicht dort wäre.
Bsp wenn jemand einen Bordeaux nicht von einem Muskateller unterscheiden kann, weiß nicht, dass er einen Bordeaux trinkt, wenn er es tut.
BrendelVsNozick: wird nicht mit der Möglichkeit zufällig wahrer Überzeugung fertig: Bsp ich bin im Tank und ich glaube, ich bin im Tank, weil der böse Wissenschaftler mir das suggeriert.
Nozick: das wäre kein Wissen. Denn ich bin für diese Wahrheit nicht „sensitiv“, er hätte bei mir auch jede andere Überzeugung generieren können.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999