Philosophy Lexicon of Arguments

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Relation-Theory
A.
Relation-Theory:
takes belief to be a relation to internal objects (entities). Virtually all authors are against the assumption of thoughts as internal objects. See also intensional objects, intensions, propositional attitudes.

B.
Relational Theory/Bigelow/Pargetter (Science and Necessity Cambridge University Press 1990 p55) assumes universals (e.g. sets, numbers, properties) and relations between them in order to explain the problem of quantities. See also change, motion, quantities, universals, Platonism, nominalism.
 
Author Item Excerpt Meta data
Bigelow, John
 
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Relation-Theory I 55
Quantität/relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Quantitäten sind allgemeine Relationen zwischen Gegenständen. Sie scheinen Konsequenzen der intrinsischen Eigenschaften der Objekte zu sein. Aber man muss keine intrinsische Relation „größer als“ postulieren, sondern nur z.B. die Größe.
größer als/relationale Eigenschaft/Problem/Bigelow/Pargetter: man könnte sich fragen, ob es tatsächlich eine intrinsische Eigenschaft gibt, so und so groß zu sein.
relationale Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: man könnte versucht sein anzunehmen, dass alles auf relationalen Eigenschaften beruht, statt umgekehrt. Aber das verfolgen wir hier nicht weiter.
intrinsische Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: wir denken, dass man sie am Ende gegen relationale Eigenschaften als Basis wird verteidigen können. Dennoch brauchen wir sicher relationale Eigenschaften, z.B. für die Reihenfolge von Ereignisse. Diese stehen nicht einfach in der Zeit. Wir brauchen also auf jeden Fall Relationen.
Relation/Bigelow/Pargetter: wir brauchen auf jeden Fall Relationen. Und zwar, weil Ereignisse niemals für sich stehen.
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Ebenso für Ausdrücke wie „doppelt so groß“ usw.
Quantität/Bigelow/Pargetter: Quantitäten können also nicht allein auf Eigenschaften gegründet sein, sondern brauchen Relationen. Bsp die und die Masse zu haben ist dann die Eigenschaft, in Relation zu anderen massiven Objekten zu stehen.
Teilhabe/BigelowVsPlaton: bei Platon stehen alle Dinge in einer mehr oder weniger starken Relation zu einem einzigen Ding, der Form. Wir dagegen wollen Relationen von Dingen untereinander.
BigelowVsPlaton: damit können wir dann auch verschiedene Arten von Unterschieden zwischen Gegenständen erklären, nämlich dass sie verschiedene relationale Eigenschaften haben, die andere Dinge nicht haben. Bsp zwei Paare von Dingen können sich auf unterschiedliche Weise unterscheiden.
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Relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Kann also gut mit Unterschieden von Differenzen umgehen.
Frage: kann sie auch gut mit Gemeinsamkeiten fertig werden? Bsp erklären, was Masse überhaupt ist?
Problem. wir brauchen eine Relation zwischen einer gemeinsamen Eigenschaft und vielen Relationen zu ihr. Hier gibt es viele Implikationen (Entailments) die noch nicht erklärt sind.
Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: 1. um überhaupt eine (intrinsische) Eigenschaft zu konstruieren, müssen wir also die vielen möglichen Relationen angeben, die sie zu ED haben kann.
Lösung: eine Möglichkeit: den Satz über Eigenschaften 2. Stufe.
2. Problem: wie können zwei Dinge mehr gemeinsam haben, als zwei andere Dinge?
Ad 1. Bsp Masse
Gemeinsames/Gemeinsamkeit/Bigelow/Pargetter: muss dann eine Eigenschaft von Relationen sein (der vielen verschieden Relationen, die die einzelnen Gegenstände zu „Masse“ haben).
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Lösung: Eigenschaft 2. Stufe, die von allen massiven Dinge geteilt wird. Bsp „in Masse-Relationen stehen“.
Entailment/Pointe: dieses Gemeinsame (Eigenschaft 2. Stufe) erklärt die vielen Relationen des Entailments zwischen massiven Gegenständen und der gemeinsamen Eigenschaft der Massivität.
Problem/Bigelow/Pargetter. unsere relationale Theorie ist immer noch unvollständig.
Problem: zu erklären, inwiefern einige Masserelationen enger (ähnlicher) sind als andere.
Relationen/Gemeinsames/Bigelow/Pargetter: auch die Relationen haben ein Gemeinsames: eine Eigenschaft 2. Stufe.
Eigenschaft 2. Stufe/Unterschied/Unterscheidung/Differenz/Problem/Bigelow/Pargetter erklärt noch nicht, wie sich zwei Dinge stärker unterscheiden als zwei andere Dinge.
Außerdem erklärt sie nicht, wie Bsp Masseunterschiede sich zu Volumenunterschieden verhalten.
Bsp vergleiche die Paare
›a,b›
›c,d›
›e,f›
zwischen denen verschieden starke Differenzen bestehen in Bezug auf z.B. Länge.
Dann werden zwei der Paare in wichtiger Hinsicht sich ähnlicher sein, als zwei andere Paare.
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Lösung/Bigelow/Pargetter: die Relation der Proportion. Das ähnelt Freges Ansatz für reelle Zahlen
Reelle Zahlen/Frege: als Proportionen zwischen Größen (Bigelow/Pargetter entspricht unseren Quantitäten).
Bigelow/Pargetter: drei fundamentale Bestandteile
(1) Individuen
(2) Relationen zwischen Individuen
(3) Relationen von Proportionen zwischen Relationen zwischen Individuen.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: teilen die Relationen zwischen Individuen in Äquivalenzklassen:
Masse/Volumen/Proportionen/Pointe/Bigelow/Pargetter: alle Massen stehen in Proportionen zueinander und alle Volumina stehen in Proportionen zueinander, aber Massen und Volumina stehen nicht in Proportionen zueinander.
Äquivalenzklassen/Bigelow/Pargetter: ordnen Gegenstände mit gleichen D-ates in Klassen. So erklären sie, wie zwei Dinge sich ((s) in einer Hinsicht, D-able) ähnlicher sein können als in einer anderen Hinsicht.
Ebene 1: Gegenstände
Ebene 2: Eigenschaften von Dingen
Ebene 3: Proportionen zwischen solchen Eigenschaften.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: sind Universalien, die feinere Unterschiede zwischen Äquivalenzklassen von Eigenschaften auf Ebene 2 einführen können.
Verschiedene Paare von Masserelationen können innerhalb derselbe Proportion auf Ebene 3 stehen. Bsp (s) 2Kg/4kg ist ebenso doppelt so massereich wie 3Kg/6 kg.
Pointe: damit haben wir Gruppierungen, die quer zu den Äquivalenzklassen der Masserelationen, Voluminarelationen, Geschwindigkeitsrelationen usw. stehen.
gleich/verschieden/Bigelow/Pargetter: Pointe: das erklärt, wieso zwei Relationen gleichzeitig gleich und verschieden sein können. Bsp Angenommen, eine der beiden Relationen ist eine Masserelation (und steht in Relation zu anderen Masserelationen) die andere ist keine Masserelation (und steht nicht in Relation zu Masserelationen) und dennoch
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haben beide etwas Gemeinsames: sie sind „doppelt“ einmal in Bezug auf Masse, einmal in Bezug auf Volumen. Dies wird auf Ebene 3 erklärt.
Zahlen/Bigelow/Pargetter: das zeigt die Nützlichkeit von Zahlen bei der Behandlung von Quantitäten. (BigelowVsField).
reelle Zahlen/Frege: Lit: Quine (1941, 1966) in „Whitehead and the Rise of Modern Logic“)
Maß/Einheit/Maßeinheit/Messen/Bigelow/Pargetter: „dieselbe Masse wie“ wäre dann eine Eigenschaft 2. Stufe die ein Ding zu einer willkürlichen Einheit hat.
Form/Platon/Bigelow/Pargetter: seine Theorie der Formen, war nicht falsch, sondern nur unvollständig. Objekte haben Relationen zu Paradigmen (hier: Maßeinheiten). Das ist dieselbe Relation wie die der Teilhabe bei Platon.
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Ebene 3: die Relationen zwischen einigen D-ates können komplexer sein als die zwischen anderen. Bsp für Masse brauchen wir reelle Zahlen, andere Begriffe sind weniger klar.
Quantitäten/Bigelow/Pargetter: sind also in verschiedene Arten gegliedert, das führt z.B. zu Intervallskalen oder Verhältnisskalen des Messens.
Schmerz/Bigelow/Pargetter: Schmerzen verschiedener Lebewesen können wir nicht miteinander vergleichen.
Ebene 3: erklärt nicht nur ein reiches Netzwerk von Eigenschaften 2. Stufe und Relationen zwischen Objekten,
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sondern erklären auch Muster von Entailments zwischen ihnen.
NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden.
BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen. Schlimmer noch: er wird auch komplexe Relationen zwischen ihnen als primitiv annehmen müssen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990


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Ed. Martin Schulz, access date 2017-04-29